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Psychische Krisen nach der Geburt

Werdende Eltern denken, dass die Zeit nach der Geburt ihres Wunschkindes von Freude und Glücksgefühlen geprägt ist. Für viele Eltern trifft dies auch zu, aber bei der Mehrzahl der frisch gebackenen Eltern entstehen auch andere Gefühle wie Erschöpfung, Angst, Traurigkeit und Überforderung. 15% der Mütter und 6-8% der Väter bekommen nach der Geburt eines Kindes eine Depression. Diese kann sich in verschiedenen Symptomen zeigen. Zu den bereits genannten könnten noch Antriebslosigkeit, Ängste, innere Unruhe und massive Schlafstörungen kommen. Viele Eltern können ihr Baby nicht genießen und sind deswegen sehr unglücklich. Leider sind Depressionen noch immer ein Tabuthema, weil die Betroffenen sich nicht als krank sondern als versagend empfinden. Außenstehende können nicht verstehen, weshalb depressive Menschen keine Schritte der Veränderung gehen. Den Betroffenen fehlt der Antrieb ihre Probleme anzugehen und sie haben keine Hoffnung auf Besserung. Wenn Mütter und Väter Unterstützung annehmen bestehen sehr gute Chancen, dass eine nachgeburtliche Depression wieder vergeht.

Dagmar Weimer

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Kommentare: 1
  • #1

    Hans Weber (Donnerstag, 13 Dezember 2018 23:42)

    Toller Blogbeitrag, sehr authentisch, informierend und interessant geschrieben! Weiter so!
    Mit freundlichen Grüßen,
    Hans Weber.